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Fördermittel · Kostenplan

Kostenplan: so wird’s förderfähig (ohne Excel-Horror)

Der Kostenplan ist oft der Punkt, an dem Anträge scheitern. Hier bekommst du eine klare Logik: Kostenarten, Beispiele, typische No-Gos – und ein Mini-Schema, das fast überall funktioniert.

Beratung anfragen → Zur Fördermittel-Übersicht → Kostenarten → Beispiel →
Merksatz: Jede Ausgabe muss zu einer Maßnahme passen. Keine Maßnahme → keine Kostenposition.

Die 6 Kostenarten, die fast überall vorkommen

Nicht jedes Programm erlaubt alles. Aber diese Kategorien sind der Standard. Prüfe immer die Richtlinie.

Kategorie Material

Sachkosten / Material

Verbrauchsmaterial, kleine Anschaffungen, Druck, Bastelmaterial, Werkzeuge (wenn erlaubt). Immer: kurze Begründung wofür.

Kategorie Honorare

Honorare / Dienstleistungen

Referent:innen, Trainer:innen, Workshop-Leitung, externe Dienstleister (z. B. Technik, Moderation). Achtung: Stundensätze/Tagessätze prüfen.

Kategorie Fahrt & Wege

Reisekosten

Fahrtkosten, ÖPNV, ggf. Übernachtung (selten bei kleinen Programmen). Immer: Bezug zur Maßnahme (z. B. Fortbildung, Projekttermin).

Kategorie Raum

Miete / Raum / Technik

Raummiete, Technikmiete, ggf. Ausstattung auf Zeit. Achtung: Dauermieten, Vereinsgrundausstattung sind oft ausgeschlossen.

Kategorie ÖA

Öffentlichkeitsarbeit

Flyer/Plakate, Social-Media-Anzeigen (manchmal), Banner, Einladungen, Dokumentation. Fast immer: Logos/Vermerke nach Vorgabe.

Kategorie Eigenanteil

Eigenmittel / Eigenanteil

Manche Programme verlangen Eigenanteil (Geld, Sachleistung, Ehrenamt). Wichtig: sauber benennen, nicht „irgendwie gerechnet“.

Schnell-Check: ist dein Kostenplan „sauber“? (3 Minuten)

Wenn du diese Punkte mit „Ja“ beantworten kannst, bist du in der Regel auf der sicheren Seite.

  • Maßnahmenbezug: Jede Kostenposition passt zu einer Maßnahme.
  • Nachvollziehbar: Menge × Preis (z. B. 3 Workshops × 120 € Honorar).
  • Realistisch: Keine Fantasiepreise, keine „Pauschale ohne Erklärung“.
  • Förderfähig: Richtlinie erlaubt die Kostenart (z. B. Honorare/Technik).
  • Eigenanteil: wenn nötig: klar benannt, nicht versteckt.
Tipp: Bei Mikroförderung ist „einfach & plausibel“ besser als „perfekt & kompliziert“.
Kurzcheck schicken → Beratung starten →

Beispiel: einfacher Kostenplan (für ein kleines Projekt)

Schema

Projekt: 3 Workshops + Abschlussveranstaltung

  • Honorare: 3 Workshops × 150 € = 450 €
  • Material: Bastel-/Arbeitsmaterial = 180 €
  • Raum/Technik: Technikmiete (1 Tag) = 120 €
  • Öffentlichkeitsarbeit: Flyer/Plakat = 80 €
  • Reisekosten: ÖPNV/Anfahrt Referent:in = 70 €
  • Gesamt: 900 €

Typische No-Gos

  • „Pauschale 500 €“ ohne Begründung
  • Dauerhafte Grundausstattung (wenn ausgeschlossen)
  • Vereinsfeier ohne klaren Projektzweck
  • Projektstart vor Bewilligung
  • „Eigenanteil“ ohne Nachweislogik